Paul Thomas Andersons dystopische Komödie „One Battle After Another“ im Schloss Biebrich

Paul Thomas Andersons dystopische Komödie "One Battle After Another" im Schloss Biebrich
Paul Thomas Andersons dystopische Komödie "One Battle After Another" im Schloss Biebrich | Bild: Sebastian Wallroth / CC BY 3.0

Am Freitag, den 12. Dezember, zeigt die Reihe Filme im Schloss im Schloss Biebrich den Film One Battle After Another von Paul Thomas Anderson. Die Vorführung beginnt um 19.30 Uhr, gezeigtes Format ist die englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Veranstaltungsort ist die Deutsche Film und Medienbewertung im Schloss Biebrich.

Handlung und Besetzung

Bei One Battle After Another handelt es sich um eine Mischung aus Action, Thriller und Komödie mit satirischem Ton. Der 160 Minuten lange Film spielt in einer ungenannten Gegenwart und zeigt die Vereinigten Staaten als einen zunehmend autoritären Staat. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe von Widerstandsaktivistinnen und Aktivisten mit dem Namen French 75, die sich mit gewaltsamen Aktionen gegen das kapitalistische System richtet.

Zu den zentralen Figuren gehören der Sprengstoffexperte Ghetto Pat, dargestellt von Leonardo DiCaprio, und seine Partnerin Perfidia, gespielt von Teyana Taylor. Sean Penn spielt Colonel Steven J. Lockjaw, den Anführer der Bewacher eines Gefängnisses, in dem Migrantinnen und Migranten interniert sind. In einer Schlüsselszene gelingt der Rebellengruppe die Befreiung zahlreicher Inhaftierter.

Figurenkonstellation und Themen

Der Film schildert den Konflikt zwischen einem repressiven, von christlichen Nationalisten geprägten Establishment und militanten Widerstandsgruppen. Die Erzählung vermeidet konkrete Zeitangaben, wirkt aber auf die Darstellung hin sehr gegenwärtig. Die Hauptfigur Ghetto Pat ist ein ehemaliges Mitglied einer militanten Gruppe, das seit einer missglückten Aktion vor etwa 16 Jahren isoliert lebt. Er ist alleinerziehend, lebt zurückgezogen und kämpft mit Alkohol und Drogen sowie mit einer anhaltenden Paranoia. Als erneut Jagd auf ihn gemacht wird, fällt es ihm schwer, sich an die Codes und Praktiken der Gruppe zu erinnern.

Anderson verknüpft in seiner Inszenierung politische Satire mit Elementen von Gewaltfilm und Charakterstudie. Kritische Motive sind die Ausweitung autoritärer Kontrolle, der Umgang mit Migration und die Frage, wie sich Widerstand formiert und verändert.

Vorstellung und Karten

Eintrittskarten sind an der Abendkasse im Schloss Biebrich erhältlich. Reservierungen sind über die Webseite www.filme-im-schloss.de, per E Mail an info@filme-im-schloss.de oder telefonisch unter (0611) 840562 möglich.

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